Strengere Anlagerichtlinien für die Vorsorge

Die Eidgenössische Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 01. Januar 2018, kurz BVV2, regelt in der Schweiz die berufliche Vorsorge. Mitunter werden Anlagerichtlinien definiert, die sicherstellen sollen, dass die Vermögensanlagen dem Vorsorgezweck entsprechend vernünftig und möglichst sicher erfolgen müssen. Dabei wurden insbesondere Vorschriften über die Sicherheiten der einzelnen Finanzinstrumente und die angemessene Verteilung der Risiken erlassen.

Die BVV2 Verordnung ist unter den Eindrücken der Finanzmarktkrise entstanden. Vermeidlich sichere Anlagen erwiesen sich als illiquid und teils wertlos. Pensionskasseneinrichtungen mussten in der Folge teils erhebliche Verluste hinnehmen.

Die BVV2 Anlagerichtlinien engen die Definition von Forderungspapieren ein und teilen viele festverzinsliche Anlagen neu in die Kategorie alternative Anlagen ein. Damit können sie weniger stark gewichtet werden.

Im Vordergrund der Vermögensanlage stehen die finanziellen Interessen der versicherten Personen. Das Risiko der Vermögensanlage ist angemessen zu verteilen. Das Vermögen muss auf verschiedene Anlagekategorien, Regionen und Wirtschaftszweige verteilt werden. Die Vermögensanlage hat so zu erfolgen, dass eine dem Anlagerisiko entsprechende Anlagerendite erzielt werden kann.

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